Misiones – Rote Erde, Iguazú und das Erbe der Jesuiten
Argentiniens grüner Nordosten
Zwischen Brasilien und Paraguay erwartet dich eine Provinz aus tiefroter Erde und dichtem subtropischem Regenwald. Misiones beeindruckt mit seiner Artenvielfalt und den berühmten Iguazú-Wasserfällen. Doch auch abseits dieses Naturwunders gibt es viel zu entdecken.
Ein Blick in die Geschichte
Im 17. und 18. Jahrhundert entstanden Jesuitenmissionen, in denen Tausende Guaraní unter der Leitung der Missionare lebten und arbeiteten. Ihre Geschichte erzählt von Schutz vor Sklavenjägern, aber auch von Fremdbestimmung. Nach der Ausweisung der Jesuiten 1767 veränderten sich die Gemeinden grundlegend. Später kamen Einwanderer unter anderem aus Polen, Deutschland und der Ukraine hinzu und prägten die Region mit.
Ein Blick auf den Teller
Misiones gehört zu den wichtigsten Anbaugebieten der Yerba Mate. Das gemeinsame Mate-Trinken begleitet viele Begegnungen. Dazu passt Chipa, ein kleines Käsegebäck aus Maniokstärke. Auf den Speisekarten findest du außerdem Flussfische wie den Surubí, einen großen Wels aus den Gewässern der Region.
Geheimnisvoller Ort – Die verschwindenden Moconá-Fälle
Im Gebiet des Biosphärenreservats Yabotí erwarten dich die Saltos del Moconá. Anders als die meisten Wasserfälle verlaufen sie längs zum Fluss: Das Wasser stürzt über eine Geländestufe im Río Uruguay. Bei hohem Wasserstand verschwindet die Stufe unter den Fluten – und mit ihr der sichtbare Wasserfall. Die Natur bestimmt hier selbst, wann sie den Vorhang öffnet.
Chaco: Wir verlassen die rote Erde von Misiones und reisen nach Westen. In Chaco erwarten dich weite Wälder, lebendige indigene Kulturen und eine Hauptstadt voller Skulpturen.
