Formosa – Palmen, Flüsse und versunkene Wälder
Wasserreiche Landschaften im Norden
An der Grenze zu Paraguay erwarten dich weite Ebenen, Feuchtgebiete, Palmenhaine und Wälder entlang der Flüsse. Formosa liegt abseits vieler bekannter Reiserouten. Hier kannst du eine andere Seite Argentiniens kennenlernen – geprägt von Wasserlandschaften und den lebendigen Kulturen indigener Gemeinschaften.
Ein Blick in die Geschichte
Nach dem Krieg gegen Paraguay wurden die staatlichen Grenzen der Region neu festgelegt. 1879 entstand die Stadt Formosa am Río Paraguay. Die Ausdehnung staatlicher Kontrolle brachte für indigene Gemeinschaften Gewalt und Landverlust mit sich. Das Gebiet wurde zunächst als Nationalterritorium verwaltet und erhielt 1955 den Status einer Provinz.
Ein Blick auf den Teller
Flussfisch und Maniok gehören zur regionalen Küche und zeigen die Verbindung zum benachbarten Paraguay. Dazu kommen Honig und Erzeugnisse aus heimischen Pflanzen. Auf einem Markt kannst du entdecken, was gerade angeboten wird – und vielleicht gleich erfahren, wie es vor Ort zubereitet wird.
Geheimnisvoller Ort – Die Baumgestalten von La Estrella
Im Bañado La Estrella ragen abgestorbene Bäume aus dem Wasser. Von Kletterpflanzen umhüllt, bilden sie die sogenannten Champales – Gestalten, die fast wie verwunschene Waldwesen wirken. Dazwischen leben zahlreiche Wasservögel. Mit den wechselnden Wasserständen verändert sich auch das Gesicht dieser außergewöhnlichen Landschaft.
Santiago del Estero: Wir verlassen die wasserreichen Landschaften Formosas und reisen weiter ins Landesinnere. Dort erwarten dich alte Stadtgeschichte, lebendige Musik und die trockenen Weiten des Nordens.
