Jürgens Reise um die Welt

im Rheinland schlägt das Herz offen, laut und voller Lebensfreude.

Geschichte: Von Römern, Kölner Erzbischöfen und dem Geist der Toleranz

Die Geschichte des Rheinlands ist tief geprägt von Jahrtausenden europäischer Kultur. Schon die Römer wussten die strategische und klimatische Gunst dieser Region zu schätzen und gründeten Städte wie Colonia Claudia Ara Agrippinensium (Köln) oder Bonna (Bonn), deren Mauern, Aquädukte und Ausgrabungen bis heute das Fundament bilden. Im Mittelalter waren es vor allem die mächtigen Kölner Erzbischöfe, die als Kurfürsten die Geschicke des Reiches lenkten und dem Rheinland eine enorme geistliche und politische Bedeutung gaben.
Anders als das preußisch-protestantische Ostwestfalen oder das katholisch-konservative Münsterland war das Rheinland durch seine zentrale Lage immer ein Einfallstor und Schmelztiegel. Die französische Besetzung unter Napoleon zu Beginn des 19. Jahrhunderts brachte den Code Civil, liberale Ideen und eine Aufweichung alter feudaler Strukturen, die bis heute im rheinischen Grundgesetz nachhallen: „Et kütt, wie et kütt“ und „Et hätt noch emmer joot jejange“

Die Menschen: Herzlich, schwatzhaft und lebensfroh

Der Rheinländer ist das genaue Gegenteil des schweigenden Klischees-Westfalen. Er redet, wie ihm der Schnabel gewachsen ist, schließt Freundschaften in Sekundenschnelle an der Theke und besitzt eine sprichwörtliche Toleranz nach dem Motto „Jeder Jeck is anders“. Hier wird das Leben gefeiert – sei es beim traditionellen Karneval im Februar, bei einem Sommerfest am Strom oder einfach beim sonntäglichen Klausch am Büdchen.
Doch hinter der ungezwungenen Frohnatur verbirgt sich ein knallharter Geschäftssinn und eine tiefe Verbundenheit zur Heimat. Man ist stolz auf den Dom, auf die eigene Stadt (die Rivalität zwischen Köln und Düsseldorf ist ja fast schon heiliges Gesetz) und vor allem darauf, das Leben nicht allzu schwer zu nehmen.

Versteckte Kleinode: Orte abseits der Reiseprospekte

Während der Kölner Dom, das Düsseldorfer Rheinufer oder Schloss Drachenburg bei Königswinter weltberühmt sind, zeigt das Rheinland seine intimsten Seiten an Orten, die im Trubel oft übersehen werden

Regionale Küchen-Spezialitäten: Herzhaft, süß-sauer und rheinisch froh

Die rheinische Küche ist bodenständig, liebt deftige Schmorgerichte und hat eine überraschende Vorliebe für die Kombination aus süß und sauer.

Fazit: Das Rheinland empfängt dich mit offenen Armen, einem kühlen Bier in der Hand und einem Spruch auf den Lippen – eine Region, in der das Leben genossen wird.