Hinter den Vororten der Hauptstadt öffnet sich die Pampa. Die bevölkerungsreichste Provinz Argentiniens verbindet fruchtbare Ebenen, große Städte und eine lange Atlantikküste. Hier begegnen dir Viehweiden und Getreidefelder ebenso wie geschäftige Industriegebiete und beliebte Badeorte.
Im 19. Jahrhundert verband die Eisenbahn immer mehr Orte und landwirtschaftliche Betriebe mit den Häfen. Zugleich dehnte der Staat seine Kontrolle durch militärische Feldzüge aus, bei denen indigene Gemeinschaften gewaltsam vertrieben wurden und ihr Land verloren. Große Estancias, europäische Einwanderung und Gaucho‐Traditionen prägten das Bild der Region.
Beim Asado kommt Rindfleisch langsam über die Glut – dazu passt Chimichurri, die würzige Kräutersauce. Italienische Einflüsse begegnen dir bei hausgemachten Teigwaren; auch Milanesas, panierte Fleischscheiben, sind beliebt. Für den süßen Abschluss sorgen Alfajores, gefüllt mit Dulce de Leche. Dafür findet sich meistens noch ein Plätzchen.
Der einst beliebte Kurort Villa Epecuén wurde 1985 überflutet, als nach starken Regenfällen der Hochwasserschutz versagte. Das salzhaltige Wasser bedeckte den Ort für viele Jahre. Als es zurückging, kamen Straßen, kahle Bäume und zerfallene Gebäude wieder zum Vorschein – eine stille Ruinenlandschaft, die von einem verlorenen Zuhause erzählt.
Santa Fe: Von den Weiten der Pampa zieht es uns nach Norden. In Santa Fe erwarten dich fruchtbares Land, lebendige Städte und der Paraná als große Lebensader.